Tektonische Geomorphologie

Die tektonische Geomorphologie beschäftigt sich mit der Wechselwirkung von Tektonik und Klima und deren Auswirkung auf die Topographie. In dieser Lehrveranstaltung lernen wir wie Tektonik Topographie aufbaut und klimagesteuerte Oberflächenprozesse diese wieder abtragen. Die Konkurrenz von konstruktiven (Tektonik) und destruktiven Prozessen (Klima) hinterlässt charakteristische Muster in der Landschaft, die wir gemeinsam extrahieren und interpretieren werden.

Nach erfolgreichem Abschluss dieser Lehrveranstaltung werden sie in der Lage sein selbstständig Prozessmuster aus digitalen Höhenmodellen zu extrahieren und diese Muster hinsichtlich klimatischer und tektonischer Rahmenbedingungen zu interpretieren.

Abbildung:

Das Bild zeigt das Salzachtal mit Blick von Golling Richtung Norden. Die höchste Erhebung orographisch links ist der Untersberg. Diese alpine Landschaft mit hohen und steilen Gipfeln und tief eingeschnittenen Tälern zeigt die Auswirkung von Gebirgsbildung durch die Kollision von zwei Kontinenten und die Zerstörung des Gebirges durch Flüsse, Gletscher und Massenbewegungen an Hängen. Modellergebnisse des Felssturz bei Bad Vigaun (rot) und eines extremen Hochwassers der Salzach (blau).

 

Abbildung:

Das Bild zeigt einen sogenannten wandernden Knickpunkt (Wasserfall) im Fluss. Während das Wasser talabwärts fließt, wandert der Wasserfall langsam bergauf und hinterlässt eine tief eingeschnittene Schlucht. Große Felsblöcke stürzen aus den instabilen den Wänden der Schlucht in den Flusslauf.