Quartärgeologie

Gletscher existierten selten und relativ kurz im Lauf der Erdgeschichte. Im Quartär spielen sie aber eine Hauptrolle bei der Gestaltung der Erdoberfläche. Dieser jüngste Abschnitt der Erdgeschichte hat unsere Welt nicht nur geprägt, wir leben in ihm. Dennoch sind viele Prozesse, darunter die Ursachen eiszeitlicher Klimakatastrophen nicht völlig bekannt und Gegenstand intensiver Forschung – weltweit: Neue Erkenntnisse liefern u. a. Tiefseesedimente, Isotopenuntersuchungen und die Erforschung heutiger Kaltgebiete, wobei Eiskernbohrungen in Grönland und der Antarktis für die jüngere Klimageschichte besonders wichtig ist.
Die Spuren der jüngsten, der quartären Vereisung in Form von Landschaftsformen, Ablagerungen werden anhand globaler und lokaler Phänomene und Beispiele beleuchtet und im Zuge von zwei Geländetagen (be)greifbar gemacht.
Kennen der Ursachen für Klimaschwankungen, Erkennen und interpretieren von Gletscher-Erosionsformen und –Ablagerungen, Kenntnis der wichtigsten Methoden der (Paläo)klimaforschung, Schulung praktischer Fähigkeiten (Beurteilung von Quartärsedimenten als Lagerstätten und als Baugrund/Umgebung.